Zum „Startschuss für das Azubi-Ticket Sachsen“ erklärt der mobilitätspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Marco Böhme:

Wochen nach einem Arbeitskreis der CDU-Fraktion hat nun auch der SPD-Verkehrsminister eine Jubelmeldung zum Start des Azubi-Tickets verbreitet. Was nach langem Tauziehen einen Monat vor der Landtagswahl beginnt, geht an der Lebenswirklichkeit der Azubis vorbei. Denn es ist nur im Jahres-Abo erhältlich, und das für stolze 68 Euro monatlich, wenn man in ganz Sachsen unterwegs sein will. Azubis müssen aber im Regelfall nicht ganzjährig in den Ausbildungsbetrieb oder die Berufsschule fahren und müssen nun jedoch 816 Euro für diesen Zeitraum bezahlen.

Es reicht auch nicht, dass die Schülerinnen und Schüler nur ein Freizeitticket ab 14 Uhr für zehn Euro im Monat bekommen. Das bedeutet nämlich: Die Eltern müssen trotzdem noch weiterhin bis zu 250 Euro im Jahr für die Beförderung ihrer Kinder in die Schule berappen.

Die Linksfraktion hat ihr Modell längst auf den Tisch gelegt: Wir wollen ein Ticket für alle Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden und Freiwilligendienstleistende – letztere wurden bei den aktuellen Vorhaben der Staatsregierung gar nicht berücksichtigt – für ganz Sachsen und für zehn Euro im Monat. Der Freistaat kann und muss das kofinanzieren und sollte das Ganze durch eine Änderung des ÖPNV-Gesetzes untermauern.

Böhme: „Azubi-Ticket“ geht an der Lebensrealität vorbei – „Schüler-Freizeit-Ticket“ löst das Hauptproblem nicht
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